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Die gründliche Beschäftigung mit der unerschöpflichen südfranzösischen Weinbauregion Languedoc-Roussillon liess uns seinerzeit auch auf dem Gebiet der weissen vins doux naturels einen verborgenen Schatz entdecken: den golden funkelnden Muscat de Frontignan aus dem Château de Stony mit einer derart verlockenden Muscat-Süsse, die selbst konsequente Trockenwein-Geniesser schwach werden lassen kann. Einem Clos gleich, vollständig von Mauern umgeben, so präsentiert sich das rund 15 ha grosse Rebgut in Frontignan, kaum 10 km von Sète entfernt. Hier wird auf mineralreichem, kalkhaltigem Schwemmboden – in den Rebzeilen finden sich immer wieder Überreste von Süsswassermuscheln – der kleinbeerige Muscat Blanc Romain kultiviert, die möglicherweise älteste bekannte Weinrebe überhaupt. Das mediterrane Klima mit der Kühle und Feuchtigkeit des nahen Meeres, der Sonnenwärme am Tag, dem Mistral und der Tramontane schafft ideale Voraussetzungen für diese Rebsorte. Hauptverantwortlicher auf dem Betrieb ist Frédéric Nodet. Qualität ist seine Devise. So werden in den einzelnen Parzellen die optimal reifen Trauben in zwei oder drei Durchgängen gelesen und separat vinifiziert. Die Erträge sind klein und liegen durchschnittlich bei rund 20 hl/ha. Schon Mitte der achtziger Jahre hat Frédéric entschieden, sich vom traditionellen, üppigen Muscat-Stil zu lösen und einen saftig-fruchtigen und nuancierten Wein zu erzeugen. Er erreicht das mit einer raschen Lese bei erst beginnender Überreife und einer Abkühlung des Erntegutes vor der Gärung auf 8°C. Alkohol und Säure sind dann optimal im Gleichgewicht, der Wein wird entsprechend frisch und hat ein attraktives Süsse-Säure-Spiel.
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