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Trotz vieler Firmen, die noch einen Familiennamen tragen, gibt es in der Champagne unter den berühmten Häusern praktisch nur noch zwei wirklich unabhängige Familienunternehmen: Bollinger in Ay und Louis Roederer in Reims. Beide haben sich bezüglich Produktion bewusst einer klugen Beschränkung unterworfen. So verwendet Bollinger ausschliesslich die Trauben aus dem eigenen Rebbergsbesitz (160 ha), beim Haus Roederer sind es rund 200 ha, die etwa 2/3 des Bedarfs decken. Beide haben sich zudem bezüglich Traubenauswahl, Vergärung, Lagerung und Reifung überdurchschnittlich hohen Ansprüchen verschrieben.
Bollinger, 1829 gegründet, ist ein Traditionalist durch und durch. Die Vergärung findet noch zu einem grossen Teil in gebrauchten Holzfässern statt. Um die rund 3000 Fässer instand zu halten, beschäftigt das Haus einen eigenen Küfer. Für die Weinbereitung wird nur der feinste Teil aus der ersten Pressung verwendet, die sogenannte cuvée. Der Rest geht an den Handel.
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